Spielbericht 28.02.2026
An den Spieltagen 28 und 30 der Bezirksliga Nord-Mitte Staffel 2 des Thüringer Volleyballverband zeigten die jungen Spielerinnen des Volleyballverein Mühlhausen II unglaublichen Kampfgeist, Durchhaltevermögen und Teamzusammenhalt – trotz schwieriger Bedingungen und starker, erfahrener Gegnerinnen.
Bischlebener SV – VVM II
In der sehr niedrigen Halle von Bischleben, die ausschließlich den Gastgeberinnen vertraut ist, geriet Mühlhausen zunächst in Rückstand. Doch die Spielerinnen ließen sich nicht entmutigen. Mit mutigen Aufschlagserien, cleveren Angriffen und einer stabilen Abwehr kämpften sie sich immer wieder zurück und machten jeden Punkt hart erarbeitet.
Die Hallenhöhe stellte eine große Herausforderung dar: hohe Zuspiele und schnelle Angriffe mussten ständig angepasst werden. Trotzdem hielt Mühlhausen den Ballwechseln stand, rettete scheinbar verlorene Bälle und zwang die erfahrenen Gegnerinnen zu Fehlern. Immer wieder holten die jungen Spielerinnen Rückstände auf und brachten das Spiel in einen knappen Tiebreak, den die Gastgeberinnen am Ende nur hauchdünn mit 16:14 für sich entschieden.
FSV 1950 Gotha – VVM II
Auch gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenprimus FSV Gotha startete Mühlhausen unter Druck. Gotha konnte zwar früh führen, doch Mühlhausen kämpfte sich zurück: Aufschlagserien zwangen die Gegnerinnen zu Fehlern, schnelle variable Angriffe brachten Punkte. Wieder ging es in einen spannenden Tiebreak, den die Mühlhäuserinnen nach großem Kampf ebenfalls nur knapp mit 16:14 verloren.
Trotz dieser extrem knappen Niederlagen zeigten die jungen Spielerinnen, dass sie das Niveau der erfahrenen Teams nicht nur mitgehen, sondern sie teilweise sogar unter Druck setzen können. Jeder Punkt wurde hart erkämpft, Rückstände aufgeholt, und das Team ließ sich von der Erfahrung der Gegnerinnen nicht einschüchtern.
Besondere Leistungen
- Libera Lilith Erdenberger wurde gleich in beiden Spielen als MVP ausgezeichnet – ihre Abwehraktionen und schnellen Reflexe retteten unzählige Punkte und hielten das Team in beiden Spielen im Spiel.
- Das Team ist insgesamt extrem jung: bis auf Zuspielerin Viktoria Schwarzkopf (18 Jahre) sind alle Spielerinnen unter 18, die Diagonalangreiferin Finja Stein sogar erst 15 Jahre alt.
- Mühlhausen startete erst in dieser Saison in der Bezirksliga – und trotz des Altersunterschieds kämpfte das Team auf Augenhöhe mit erfahrenen Gegnerinnen, die seit vielen Jahren Volleyball spielen.
- Besonders beeindruckend waren die Aufholjagden aus Rückständen, die konsequent eingesetzten Aufschlagserien und die hohe Konzentration über die gesamten Spiele hinweg.
O‑Töne
Trainer Florian Fischer:
„Ich bin unglaublich stolz auf die Mädels. Wir sind erst in dieser Saison in der Bezirksliga, fast alle unter 18, und Finja ist sogar erst 15. Trotzdem haben sie gegen erfahrene Teams jede Rückstandssituation angenommen, Aufschlagserien genutzt und um jeden Punkt gekämpft – bis hin zu den Tiebreaks, die beide denkbar knapp mit 16:14 ausgegangen sind. Diese Leidenschaft, dieser Zusammenhalt und dieser Wille, nie aufzugeben, machen dieses Team besonders.“
MVP Lilith Erdenberger:
„Es war einfach unglaublich, wie wir zusammengehalten haben! Jeder Rückstand, jeder schwierige Ball wurde gemeinsam erkämpft. Wir haben uns gegenseitig motiviert und nie aufgegeben. Dass ich als MVP ausgezeichnet wurde, ist nur möglich, weil jede Spielerin ihr Herz aufs Feld gebracht hat – das war Teamleistung pur!“
Zuschauer und Vater Sven Meister-Erdenberger:
„Ich war völlig überwältigt! Dieses Team, meine Tochter Lilith und ihre Mitspielerinnen, haben gekämpft, als gäbe es kein Morgen. Jeder Ball wurde erkämpft, jeder Rückstand weggearbeitet – sie haben niemals aufgegeben. In beiden Tiebreaks, die jeweils nur mit 16:14 entschieden wurden, konnte ich sehen, wieviel Herz, Mut und Zusammenhalt in diesem Team steckt. Ich konnte gar nicht anders, als mitzufiebern und am Ende vor Stolz fast zu platzen. Einfach unbeschreiblich, was die Mädels geleistet haben!“
